US-Pensionskasse sistiert CS-Handel

Das «Employees Retirement System of Texas», also die Pensionskasse der texanischen Staatsangestellten, sistiert die Handelsbeziehungen mit der Credit Suisse - wegen deren Schuldbekenntnis in den USA.
23.05.2014 11:48
Gebäude der Credit Suisse in New York.
Gebäude der Credit Suisse in New York.
Bild: Bloomberg

"Wir haben den Handel mit ihnen derzeit suspendiert", sagt Mary Jane Wardlow, Sprecherin der texanischen Pensionskasse, gegenüber "Bloomberg". Mit "ihnen" meint Wardlow die Credit Suisse, die für die Pensionskasse Wertpapiere handelt und damit pro Jahr rund 700'000 Dollar an Kommissionen verdient.

"Wir haben die Politik, dass wir keine Firmen engagieren, die wegen eines Verbrechens verurteilt wurden", so Wardlow weiter. Wann und ob die Pensionskasse, die 25,4 Milliarden Dollar für die texanischen Staatsangestellten verwaltet, die geschäftsbeziehungen mit der CS wieder aufnimmt, bleibt offen.

Die New York Life Insurance, die mehr als 500 Mrd. Dollar verwaltet und ein Kunde der Credit Suisse ist, werde ihre Beziehung zu der Bank ebenfalls überdenken, sagte John Kim, Investmentchef des Unternehmens. Der Versicherer werde versuchen festzustellen, “ob es etwas irgendwie Systematisches bei dem Institut gibt, das dazu geführt hat, dass sie sich in einem Bereich ihres Geschäfts schlecht verhalten hat, und ob sich das auch auf das Investmentbanking bezieht”, so Kim in einem Interview mit Bloomberg.

In einem Conference Call vom Dienstag sprach die Credit Suisse mit insgesamt 130 Gegenparteien wegen ähnlicher Zusammenarbeit, davon hätten 125 Institute ihre bedingungslose Kooperation zugesichert, hiess es.

Bei den restlichen Finanzinstituten handelt es sich laut ZKB-Analyst Andreas Brun um US-Pensionsfonds, die aus regulatorischen Gründen nicht mit Instituten zusammenarbeiten dürfen, die ein Schuldeingeständnis abgelegt haben.

(cash)