US-Präsident Trump soll laut Bericht nicht nur Comey unter Druck gesetzt haben

US-Präsident Donald Trump soll einem Medienbericht zufolge in der Russland-Affäre neben dem damaligen FBI-Chef James Comey auch Druck auf den Nationalen Geheimdienstdirektor Daniel Coats ausgeübt haben. Das berichtete die "Washington Post" am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf anonyme Quellen im Regierungsapparat. Trump habe demnach versucht, Top-Geheimdienstleute dazu zu bringen, Druck auf Comey zu machen.
07.06.2017 06:33

Ziel sei gewesen, dass dieser die Ermittlungen gegen den inzwischen entlassenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallen lässt. Entsprechende Aufzeichnungen habee Coats an Vertraute weitergereicht, berichtete die Zeitung. Den Unterlagen zufolge soll Trump nach einem Treffen im Weissen Haus in grösserem Kreis Coats und CIA-Chef Mike Pompeo gebeten haben, im Raum zu bleiben. Anschliessend sei es zu der Bitte gekommen.

Die Enthüllung der "Washington Post" kommt weniger als 48 Stunden vor der Anhörung Comeys im Geheimdienstausschuss des US-Senats. Die Anhörung, bei der Comey unter Eid aussagen wird, wird mit grosser Spannung erwartet. Sollte er tatsächlich aussagen, Trump habe versucht, FBI-Ermittlungen zugunsten seiner Regierung zu beeinflussen, wäre dies eine schwere Bürde für den US-Präsidenten.

Coats wird bereits am Mittwoch vor dem Geheimdienstausschuss des Senats aussagen./dm/DP/zb

(AWP)