US-Staatsanwaltschaft will drei Jahre Haft für VW-Dieselexperten

Im VW-Dieselskandal fordert die US-Staatsanwaltschaft drei Jahre Gefängnis für einen Konzerningenieur. Die Strafverfolger erklärten am Freitag vor einem Bezirksgericht in Detroit, die Angaben des Beschuldigten zeigten ein "Unternehmen, das seine ethische Verankerung verloren hat im Streben nach mehr Marktanteilen und Gewinnen".
19.08.2017 11:32

Der Angeklagte ist ein Dieselmotor-Experte mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung bei VW. Er hat gestanden, die Aufsichtsbehörden getäuscht zu haben, und kooperiert mit den Ermittlern. Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden. VW erklärte, weiter mit der Ermittlern zusammenzuarbeiten.

Im März hatte sich der Autohersteller vor dem Bezirksgericht in Detroit für schuldig bekannt, geheime Software in Dieselautos eingebaut zu haben, um Abgastests zu manipulieren.

Im Zusammenhang mit dem Skandal sind in den USA acht aktuelle oder frühere VW-Führungskräfte angeklagt. Zuletzt hatte ein Ex-Manager des Konzerns vor Gericht ein Schuldeingeständnis abgelegt. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe von maximal 400'000 Dollar. Das Urteil wird für den 6. Dezember erwartet.

(AWP)