US-Vizepräsident verteidigt Nutzung privater E-Mail-Adresse

US-Vizepräsident Mike Pence hat die Nutzung einer privaten E-Mail-Adresse für dienstliche Angelegenheiten als Gouverneur von Indiana verteidigt. Er sei überzeugt, dass sein Vorgehen damals voll und ganz den rechtlichen Vorschriften in Indiana entsprochen habe.
04.03.2017 12:02

Ein Vergleich seines Vorgehens mit der E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton sei unzutreffend, erklärte Pence am Freitag in Washington: "Hillary Clinton hatte einen privaten Server, ist falsch mit vertraulichen Informationen umgegangen und hat E-Mails gelöscht, nachdem der Kongress sie angefordert hatte", erklärte Pence.

Die Zeitung "Indianapolis Star" hatte zuvor darüber berichtet, dass Pence als Gouverneur seine private AOL-Adresse genutzt hatte. In einigen dieser E-Mails seien "heikle Themen" und "Fragen der nationalen Sicherheit" diskutiert worden, schrieb die Zeitung. Ihren Informationen zufolge hatten sich Hacker im vergangenen Sommer Zugriff auf das E-Mail-Konto verschafft.

Das Thema ist für Präsident Donald Trump und seinen Stellvertreter auch deshalb pikant, weil sie im Wahlkampf die demokratische Bewerberin Clinton für die Nutzung privater E-Mail-Server während ihrer Zeit als Aussenministerin scharf angegriffen hatten. Trump forderte deshalb sogar eine Gefängnisstrafe für Clinton.

(AWP)