USA bestehen bei Krach um Postgebühren auf Sonderrechten

Die USA geben sich zum Auftakt der Krisensitzung des Weltpostvereins in Genf kompromisslos. Die Vereinigten Staaten bestünden darauf, schon im nächsten Jahr die Erstattungsgebühren für die Beförderung von Post aus dem Ausland selbst festlegen zu können, sagte ein Vertreter der US-Post am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Genf. Andernfalls sei ein Austritt aus der Organisation, die seit 145 Jahren die Beförderung internationaler Post regelt, schon Mitte Oktober nicht abzuwenden.
24.09.2019 11:31

Der Generaldirektor des Weltpostvereins, Bishar Hussein, appellierte an die Kompromissbereitschaft der Vertreter der 192 Mitgliedsländer. "Dies ist eines der wichtigsten Treffen in der 145-jährigen Geschichte des Weltpostvereins", sagte er. Jeder müsse seine Komfortzone verlassen, um eine Einigung zu erreichen. "Wir sind an einem Scheideweg, an dem unsere Entscheidungen und Urteile den Kurs für den Rest des Jahrhunderts bestimmen."

Die USA haben sich über die niedrigen Gebühren beschwert, die China und andere Länder der US-Post für die Auslieferung von Warensendungen erstatten. Sie sind deutlich tiefer als das, was Industrieländer untereinander bezahlen oder was Inlandspost kostet. Mit dem rasant gewachsenen Online-Handel und Direktbestellungen aus China mache die US-Post ein Defizit. Zudem könnten chinesische Händler Ware deshalb so billig anbieten, dass sie US-Onlinehändler ausstechen. Auch deutsche Onlinehändler prangern Wettbewerbsverzerrung an.

Die US-Post arbeite mit Hochdruck daran, im Falle eines Austritts weiter eine problemlose Postbeförderung zu gewährleisten, sagte der Vertreter des Unternehmens./oe/DP/jha

(AWP)

 

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