USA engagieren sich für Stärkung der WTO

Genf (awp/sda) - Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama setzt sich ungeachtet der Rückzugsdrohungen des designierten Nachfolgers Donald Trump für eine Stärkung der Welthandelsorganisation (WTO) ein. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht hervor.
19.12.2016 16:40

So wollen die USA insbesondere die grundlegenden Funktionen der WTO garantieren. Die Organisation sei seit langer Zeit ein entscheidendes Element in der amerikanischen Handels- und Investitionspolitik, heisst es in dem im Zweijahresrhythmus veröffentlichten Bericht zur Überprüfung der US-Handelspolitik. Die USA seien entschlossen, diese Rolle der WTO zu erhalten und zu konsolidieren.

Die USA würden Impulse zugunsten von Massnahmen zur Öffnung der Märkte und für ein starkes internationales Handelssystem erwägen. Sie wollten zudem vorankommen bei den Verhandlungen für die Beseitigung der Handelsbarrieren für Umweltgüter und -dienstleistungen und hofften auf eine Lösung bei den Verhandlungen für das Dienstleistungsabkommen TISA. Die Schweiz ist an beiden Verhandlungsrunden dabei.

Ungeachtet der Drohungen von Trump, mehrere Handelsvereinbarungen in Frage zu stellen, bestätigt das US-Dokument die Anwendung der beschlossenen Vereinbarungen als prioritär.

Im Bericht wird auch die Ansicht geäussert, dass gewisse Volkswirtschaften wahrscheinlich zu langsam vorankämen. Die US-Wirtschaft verfüge nicht über einen ausreichenden Anteil am Welthandel und glaube nicht an einen ausreichenden Rhythmus, um alleine das Wachstum des Welthandels zu stützen, heisst es.

Das WTO-Sekretariat bestätigte seinerseits in seinem Bericht, dass die USA weiterhin eine offene Handelspolitik angewendet habe.

(AWP)