USA, Kanada und Mexiko wollen "saubere Energien" deutlich ausbauen

Washington (awp/sda/afp) - Die USA, Kanada und Mexiko wollen sich gemeinsam verpflichten, bis 2025 die Hälfte ihres Stromverbrauchs mit sogenannten sauberen Energien abzudecken. Dies sei "ein ehrgeiziges Ziel, aber es ist kontinentweit erreichbar", sagte der Berater von US-Präsident Barack Obama, Brian Deese, am Montag bei einer Telefonkonferenz.
28.06.2016 12:24

Die Zielvorgabe soll demnach am Mittwoch bei dem Gipfel der drei nordamerikanischen Staaten in Ottawa offiziell beschlossen werden.

Der Anteil von erneuerbaren Energien wie Solar- und Wasserkraft sowie von Atomkraft solle in ganz Nordamerika von derzeit 37 auf 50 Prozent steigen, führte Deese aus. Dies solle vor allem durch einen Ausbau der erneuerbaren Energien sowie durch eine Steigerung der Energieeffizienz erfolgen.

In den USA liegt der Anteil von Erneuerbaren und Atomkraft an der Stromversorgung derzeit bei rund einem Drittel. Damit rangiert der bei weitem grösste Energieproduzent der Region hinter Kanada, aber vor Mexiko.

Bei dem Gipfeltreffen von Obama, dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto in der kanadischen Hauptstadt Ottawa will sich Mexiko ausserdem dem Ziel der beiden Partnerländer anschliessen, bis 2025 den Ausstoss von klimaschädlichem Methangas um 40 bis 45 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012 zu verringern.

Die USA, Kanada und Mexiko hatten 1994 den nordamerikanischen Freihandelspakt Nafta geschlossen. Ihre Staatschefs treffen sich in der Regel ein Mal im Jahr zu einem Gipfel.

Trudeau ist dieses Jahr zum ersten Mal Gastgeber des Treffens. Im Gegensatz zu seinem konservativen Vorgänger Stephan Harper sieht er im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Aufgabe. Für Obama ist es der letzte Gipfel mit seinen nordamerikanischen Kollegen.

(AWP)