USA: Negative Stimmung in Bau und Industrie

In den USA sind die Bauausgaben im Juni überraschend gesunken. Zudem hat sich auch die Stimmung in der US-Industrie im Juli stärker als erwartet eingetrübt.
01.08.2016 16:19
Die amerikanische Konjunktur muss einen Dämpfer hinnehmen.
Die amerikanische Konjunktur muss einen Dämpfer hinnehmen.
Bild: Bloomberg

Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,6 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.

Allerdings war der Rückgang im Vormonat nicht so stark ausgefallen wie zunächst ermittelt. Die Bauausgaben waren im Mai nur um 0,1 Prozent gesunken, nachdem zunächst noch ein Rückgang um 0,8 Prozent ermittelt worden war.

Auch negative Signale aus der Industrie

Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM sei von 53,2 Punkten im Vormonat auf 52,6 Punkte gesunken, teilte das Institut for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit 53,0 Punkten gerechnet. Der Indexwert liegt aber weiter deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Punkten und deutet damit auf Wachstum hin.

Belastet wurde der Gesamtindikator durch einen deutlichen Rückgang beim Preisindex. Der Unterindikator für die Entwicklung der Beschäftigung fiel unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten. Während sich der Auftragsindex nahezu unverändert hielt, gab es einen Anstieg beim Produktionsindex.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.

(AWP)