USA setzen Prozess für Neuverhandlungen von Nafta-Abkommen in Gang

Die USA streben eine Neuverhandlung des nordamerikanischen Handelsabkommens Nafta mit Mexiko und den USA an. Eine entsprechende Mitteilung sandte der Handelsbeauftragte der Regierung von Präsident Donald Trump, Robert Lighthizer, am Donnerstag an die zuständigen Gremien im US-Senat und Repräsentantenhaus.
18.05.2017 18:14

Damit ist der formale Prozess für Neuverhandlungen angestossen. Die Gespräche mit Kanada und Mexiko sollen nicht vor Ablauf von 90 Tagen beginnen. Bis dahin wolle sich das Weisse Haus intensiv mit dem Kongress über die Verhandlungspositionen verständigen.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf und in seinen ersten Wochen als Präsident angekündigt, das Abkommen neu verhandeln zu wollen. Trump hatte den Pakt als "schlechtesten Handelsdeal" bezeichnet. Später hatte er seine Position jedoch etwas abgemildert.

Mexiko hatte sich bereits grundsätzlich zu Verhandlungen bereiterklärt. Jedoch hatte Aussenminister Luis Videgaray auch deutlich gemacht, dass sein Land keinem Abkommen zustimmen werde, das nachteilig für Mexiko sei.

US-Präsident Trump brennt auf den Nägeln, dass die USA deutlich mehr aus Mexiko importieren, als sie in das südliche Nachbarland ausführen. Er vermutet, dass dies Arbeitsplätze in den USA vernichtet. Mexiko ist jedoch auch einer der grossen Abnehmer für die Produkte der Maisbauern in den USA. Auch mit Kanada haben die USA Streit, etwa um die Einfuhren von Bauholz./dm/DP/tos

(AWP)