USA vs. China - Handelsstreit: Peking trotz Huawei-Affäre zuversichtlich

Ungeachtet der Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei gibt sich das chinesische Handelsministerium im Handelskonflikt mit den USA zuversichtlich.
06.12.2018 10:05
Schiffscontainer im Tiefwasserhafen Yangshan südlich von Shanghai, China.
Schiffscontainer im Tiefwasserhafen Yangshan südlich von Shanghai, China.
Bild: Bloomberg

China gehe davon aus, dass es innerhalb der 90-tägigen Verhandlungsrunde einen Handelsvertrag mit den USA schliessen könne, sagte Gao Feng, Sprecher des Handelsministeriums, am Donnerstag in Peking. Die Kommunikation zwischen den Verhandlungsteams sei gut, sie hätten bereits eine hohe Übereinstimmung erreicht.

Gao lehnte es ab, die Festnahme von Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada zu kommentieren. Meng war bereits am 1. Dezember in Vancouver auf betreiben der USA verhaftet worden. Hintergrund sollen Verstösse gegen die Handelssanktionen der USA gegen Iran sein. Chinas Botschaft in Kanada hatte gegen die Festnahme scharf protestiert und die Freilassung Mengs gefordert.

Die USA und China hatten zuletzt einen "Waffenstillstand" in ihrem Handelskonflikt vereinbart und sich auf Verhandlungen verständigt.

Ministeriumssprecher Gao sagte am Donnerstag, die USA und China hätten sich in den Bereichen Landwirtschaft, Autos und Energie auf Massnahmen verständigt, die umgehend umgesetzt werden sollen. In den kommenden 90 Tagen werde man unter anderem an dem von den USA geforderten Marktzugang für ausländische Unternehmen und dem Handelsungleichgewicht zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt arbeiten. Chinas Ziel sei es, alle Strafzölle innerhalb von 90 Tagen zu streichen.

(AWP)