Venezuelas Opposition sieht Dialog mit Regierung als gescheitert an

Die venezolanische Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó sieht die Verhandlungen mit der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro als gescheitert an. "Das diktatorische Regime von Nicolás Maduro hat die Gespräche mit falschen Entschuldigungen verlassen", hiess es in einem in der Nacht zum Montag (Ortszeit) veröffentlichten Schreiben Guaidós.
16.09.2019 16:41

"Wir müssen feststellen, dass sich der Mechanismus von Barbados erschöpft hat", fügte Guaidó hinzu. Auf Vermittlung der norwegischen Regierung hatten die verfeindeten Lager zuletzt auf Barbados nach einem Ausweg aus der seit Monaten andauernden Krise in Venezuela gesucht. Mitte August liess Maduro eine neue Gesprächsrunde platzen, nachdem die USA weitere Wirtschaftssanktionen gegen die Regierung in Caracas verhängt hatten.

Die Regierung und die Opposition in Venezuela liefern sich seit Anfang des Jahres einen erbitterten Machtkampf. Viele Länder haben Guaidó bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel. Das einst reiche Land steckt zudem in einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Menschen haben Venezuela bereits verlassen./dde/DP/stw

(AWP)