Venezuelas Opposition streitet über Dialog mit Maduro

Die venezolanische Opposition hat sich im Streit um den Dialog mit der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro entzweit. Einige oppositionelle Abgeordnete erklärten sich am Montag dazu bereit, wieder Verhandlungen mit der Regierung aufzunehmen. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó erklärte die Gespräche hingegen für gescheitert. Damit verweigert erstmals seit Beginn des Machtkampfs ein Teil der Regierungsgegner dem Oppositionsführer Guaidó die Gefolgschaft.
17.09.2019 06:33

Vertreter kleiner Oppositionsparteien unterzeichneten am Montag im Aussenministerium ein Abkommen mit der Regierung. "Es beginnt die Nationale Verhandlungsrunde für Venezuela", sagte der Abgeordnete Timoteo Zambrano. "Die Freiheit aller und der Frieden sind die obersten Ziele. Wir sind gegen den Hass und die Wut aufgestanden."

Die Regierung kündigte ihrerseits die Rückkehr der Abgeordneten der sozialistischen Regierungspartei PSUV in das von der Opposition kontrollierte Parlament an. Zudem solle bald ein neuer Wahlrat ernannt werden. "Alle politischen Parteien, die möchten, können an den Verhandlungen teilnehmen", sagte Informationsminister Jorge Rodríguez./dde/DP/zb

(AWP)