Verband beklagt Personalengpässe in Grossbritannien durch Brexit

In Grossbritannien wird als Folge des Brexit-Referendums das Personal knapp. Die Abwanderung von Mitarbeitern aus anderen EU-Ländern führe dazu, dass es insgesamt zu Engpässen komme, teilte der Verband der Personalagenturen (REC) am Dienstag mit.
08.08.2017 10:51

Die Wirtschaftsbereiche, die traditionell stärker auf Personal aus anderen EU-Staaten zurückgriffen, seien besonders betroffen. Es gebe nicht nur Engpässe bei Akademikern, sondern zum Beispiel auch bei Köchen, Fahrern und Lagerarbeitern.

Die mit dem geplanten EU-Austritt verbundene Unsicherheit wirke sich insbesondere auf die internationale Finanzmetropole London aus: Dort wachse der Personalbestand nicht so kräftig wie im übrigen Land, so REC-Chef Kevin Green: "Finanzdienstleister, das Rückgrat des Londoner Arbeitsmarkts, stellen nicht mehr so stark ein wie bislang üblich. Die Unsicherheit wegen des Brexit lässt sie zögern."

Premierministerin Theresa May hat jüngst klargestellt, dass der in der EU garantierte freie Personenverkehr mit dem britischen Austritt auf der Insel nicht mehr gilt. Grossbritannien will 2019 der EU endgültig "Goodbye" sagen. Das Land soll aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten und strebt ein Freihandelsabkommen mit der EU an.

(AWP)