Verhandlungen über Zollfreiheit von "grünen" Produkten gescheitert

Genf (awp/sda/apa) - Die Verhandlungen über einen Welthandelsvertrag mit Zollfreiheit für umweltfreundliche Produkte sind gescheitert. Die Gespräche über den Warenverkehr im Wert von mehr als einer Billion Dollar im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO wurden am Sonntag in Genf abgebrochen.
04.12.2016 18:03

"Die Teilnehmer werden nun in ihre Hauptstädte zurückkehren um darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll", teilten der US-Handelsbeauftragte Michael Froman sowie die EU-Handelskommissarin Cecila Malmström mit. Bei den Gesprächen ging es um über 300 Produktkategorien von Gas-Turbinen bis hin zu Velos.

Die 18 in Genf vertretenen Handelsminister - darunter aus der Schweiz SECO-Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch - waren in vielen Fragen zerstritten: China lehnte den von den USA gewünschten Einschluss von Turbinen in den Vertrag ab. Die EU fürchtete, von der chinesischen Überproduktion bei Velos überrollt zu werden.

Verhandelt wurde über Produkte für saubere und erneuerbare Energien, Energie-Effizienz, Kontrolle von Luftverschmutzung, Abfallentsorgung oder Abwasserbehandlung. Zuletzt wurden die Verhandlungen aber auch durch die US-Wahl beeinflusst. Es ist unklar, wie der künftige Präsident Donald Trump zu weltweiten Abkommen dieser Art steht.

(AWP)