Verletzung der Menschenrechte - CS untersagt Handel mit bestimmten Venezuela-Bonds

Die Credit Suisse hat ihren Mitarbeitern Transaktionen mit bestimmten Venezuela-Anleihen untersagt. Die Bank will nicht in Transaktionen mit einer Regierung verwickelt werden, welche Menschenrechte verletze.
11.08.2017 07:25
Venezuela, ein Land in Turbulenzen.
Venezuela, ein Land in Turbulenzen.
Bild: Pixabay

Geschäfte mit der Regierung Venezuelas und staatlichen Agenturen des südamerikanischen Landes müssten genehmigt werden. Das geht aus einem internen Schreiben hervor. Es soll geprüft werden, ob Risiken für die Reputation des Geldhauses bestehen. Das Finanzinstitut wolle demnach nicht in Transaktionen mit einer Regierung verwickelt werden, welche Menschenrechte verletze. Ein Credit-Suisse-Sprecher bestätigte auf Anfrage den Inhalt des Schreibens gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Gegen Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro kommt es seit Monaten zu Massenprotesten. Dabei wurden mehr als 120 Menschen getötet. Die Opposition wirft dem linken Präsidenten vor, mit Hilfe der umstrittenen Verfassungsversammlung das Parlament auszuhebeln und eine Diktatur zu errichten.

(AWP)