Vor Treffen zu Griechenland: IWF will weiter Schuldenerleichterungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält vor einem Treffen der Eurogruppe zur finanziellen Zukunft Griechenlands an seinen Positionen fest. "Wir wollen eine glaubwürdige Festlegung auf Schuldenerleichterungen und auf ökonomische Reformen", sagte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington. Beides müsse miteinander abgestimmt werden.
06.04.2017 17:31

Es habe in den vergangenen Tagen und Wochen zahlreiche Gespräche zur Situation in Griechenland gegeben, auch IWF-Direktorin Christine Lagarde und Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hätten sich mehrmals verständigt. "Es wurden Fortschritte erzielt", sagte Rice. Über die Frage, ob es bei dem Treffen der Euro-Finanzminister auf Malta eine Einigung im Dauerstreit zwischen Europa und dem IWF über die Beteiligung an der Griechenland-Rettung kommen wird, wollte Rice nicht spekulieren.

Der IWF beteiligt sich bisher nicht finanziell am jüngsten Rettungspaket für Griechenland in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro. Der Fonds sieht die Schuldensituation in Griechenland als nicht nachhaltig und als Hemmnis für künftiges Wachstum an. Die Eurogruppe und vor allem Deutschland will aber dem Euro-Sorgenkind nicht ohne weiteres weitere Erleichterungen zubilligen. Andererseits braucht Deutschland die Beteiligung des IWF, sonst darf die Bundesrepublik laut Bundestagsbeschluss selbst keine weiteren Gelder freigeben./dm/DP/tos

(AWP)