Vorschau Aktien - Die Börsen hoffen auf eine vorzeitige Verteilung von Weihnachtsgeschenken

Anleger auf der ganzen Welt fiebern weiter steigenden Kursen entgegen. Thema Nummer eins bleibt aber der Streit zwischen den USA und China.
16.11.2019 12:15
Manche Anleger wollen ihre Päckli am liebsten schon jetzt öffnen.
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Bild: iNg

Ungeachtet der widersprüchlichen Signale im Zollstreit zwischen den USA und China geben Börsianer die Hoffnung auf eine Jahresendrally nicht auf. Rückenwind erhielten die Aktienmärkte von der Konjunktur, den niedrigen Zinsen und den Firmenbilanzen, sagt Martin Lück, Chef-Anlagestratege für Deutschland, Österreich und Osteuropa beim weltgrössten Vermögensverwalter Blackrock.

"Hier sieht es keineswegs so trüb aus wie viele meinen. Das Wachstum hat sich in den grossen Volkswirtschaften zwar abgeschwächt, stabilisiert sich aktuell aber gerade klar oberhalb des Rezessionsniveaus."

Trump bleibt unberechenbar

Der SMI schloss am Freitagabend bei 10'310 Punkten nicht weiter unterhalb seines Rekordstands. Allerdings war an den Börsen generell der Handel vergangene Woche durch einen Dämpfer geprägt. US-Präsident Donald Trump hatte den Spekulationen auf eine rasche Unterzeichnung des geplanten Handelsdeals mit China einen Dämpfer verpasst. Er werde das Abkommen nur unterzeichnen, wenn es für die USA gut sei.

Für den Fall eines Scheiterns der Gespräche drohte er neue Strafabgaben auf chinesische Waren an. Ausserdem habe er den erhofften Abbau der aktuellen gegenseitigen Zölle noch nicht abgesegnet. "Damit zeigt sich erneut das typische Muster der Verhandelungstaktik des US-Präsidenten", sagt Analyst Frank Wolgemuth von der National-Bank in Essen. "Halte immer den Nimbus des Unberechenbaren am Leben, gerade in delikaten und langwierigen Verhandlungen."

Die Aktienmärkte würden vorerst aber sicher auf Tuchfühlung mit ihren Rekordhochs bleiben, sagt Analyst Jan Niessen von der Weberbank. Angesichts der niedrigen und teilweise sogar negativen Anleihe-Renditen dränge weiteres Kapital in Dividendentitel. "Wie lange dies allerdings als Treiber der Kurse Bestand hat oder ob die schwächeren Fundamentaldaten und die anhaltende Unsicherheit irgendwann doch die Oberhand gewinnen, ist schwer zu prognostizieren."

Schub durch Konjunkturdaten

Frischen Schub für die Börsen versprechen sich Experten unter anderem vom Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia am Donnerstag. Sie erwarten einen Anstieg auf 7,2 von 5,6 Punkten. Kurz darauf stehen die US-Frühindikatoren zur Veröffentlichung an.

Diesseits des Atlantiks werden am Freitag die Barometer für die Stimmung der deutschen und europäischen Einkaufsmanager bekanntgegeben. Bei denjenigen für die Dienstleistungsbranche rechne er mit einem leichten Anstieg, prognostiziert Commerzbank-Analyst Christoph Weil. "Dies wäre insofern eine positive Nachricht, als in der Industrie ein Ende der Talfahrt nicht in Sicht ist."

Hinweise auf die Entwicklung der US-Zinsen erhoffen sich Investoren von den sogenannten Fed-Minutes am Mittwoch. Sie werden die Protokolle der jüngsten geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank genau unter die Lupe nehmen.

Mit der auslaufenden Bilanzsaison stehen weniger Unternehmenszahlen auf dem Terminplan als in den Wochen davor. Am Dienstag legen mit Alcon und Julius Bär noch zwei grössere Schweizer Unternehmen ihre Zahlen vor. Sonova wird über das Geschäftshalbjahr 2019/20 berichten. Der krisengeschüttelte Grossbäcker Aryzta wird am Freitag ein Trading Update publizieren.

(Reuters/cash)

 

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