Vorsorge - Schweizer Pensionskassen investieren vermehrt in Immobilien und Aktien

Die Schweizer Pensionskassen haben in den Jahren 2012 bis 2016 auf der Anlageseite flüssige Mittel und Obligationen abgebaut und im Gegenzug vermehrt in Immobilien, Aktien sowie alternative Anlagen investiert.
18.12.2017 11:15
Immobilien werden für Pensionskassen als Anlagemöglichkeit immer wichtiger.
Immobilien werden für Pensionskassen als Anlagemöglichkeit immer wichtiger.
Bild: cash

 Mit dieser Umlagerung der Anlagekategorien hätten die Vorsorgeeinrichtungen auf die Veränderungen an den Finanzmärkten reagiert, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag im Rahmen der Veröffentlichung der definitiven Ergebnisse aus der Pensionskassenstatistik 2016.

Auf der Aktivseite der Bilanzen hätten die Pensionskassen, etwa mit Blick auf die anhaltend tiefen Zinsen, laufend Anpassungen vorgenommen. Insgesamt wuchs das Anlagevermögen mit einer jährlichen Zuwachsrate von 5,2% von 672,8 Mrd CHF Ende 2012 bis auf 823,9 Mrd Ende 2016. Davon hielten die Vorsorgeeinrichtungen am Ende 18,9% in Immobilien, 30,1% in Aktien und 8,5% in alternativen Anlagen.

Bei den Passiven nahmen derweil die Wertschwankungsreserven gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 57,5 Mrd CHF zu. Und 2016 betrug die Unterdeckung bei den Pensionskassen 34,1 Mrd (+10%). Davon entfielen 32,7 Mrd (+16,3%) auf die öffentlich-rechtlichen und 1,4 Mrd (-49,7%) auf die privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen, so das BFS weiter.

Weiter zählte das BFS im vergangenen Jahr insgesamt 4,1 Mio aktive Versicherte (+0,5%). Dabei bezogen 744'799 Pensionierte (+3,4%) eine Rente und 35'619 Personen (+3,9%) verlangten total 6,8 Mrd CHF (+8,3%) als Kapital- oder Teilkapitalauszahlung bei der Pensionierung. Der Durchschnittswert des Kapitalbezugs sei somit auf 191'422 CHF (2015: 183'568 Franken; +4,3%) angestiegen.

Die Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten sank derweil weiter auf 1'713 Einrichtungen. Im Jahr 2015 waren es 1'782 Einrichtungen, so das BFS.

(AWP)

Tweets zum WEF