Wahlbeteiligung in Frankreich deutlich gesunken

In Frankreich zeichnet sich bei der Stichwahl um das Präsidentenamt eine vergleichsweise schwache Wahlbeteiligung ab. Bis 17.00 Uhr gaben nach Angaben des Innenministeriums 65,3 Prozent der Wähler ihre Stimme ab - das sind vier Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Damals hatten im gleichen Zeitraum bereits 69,4 Prozent der Wähler teilgenommen. Der Rückgang ist sehr ungewöhnlich: In den vergangenen Jahrzehnten war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets höher ausgefallen als im ersten Wahlgang.
07.05.2017 17:31

Auch im Vergleich zu früheren Wahlen ist die Beteiligung eher schwach. Bei der Stichwahl 2012 gaben bis 17.00 Uhr rund 72 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2007 sogar 75,1 Prozent.

In der Stichwahl trifft die Rechtspopulistin Marine Le Pen auf den pro-europäischen Mitte-Links-Kandidaten Emmanuel Macron. Ein Sieg der EU-Gegnerin Le Pen würde die Europäische Union schwer erschüttern - die Abstimmung wird deshalb international mit Spannung und Nervosität verfolgt.

Die französischen Überseegebiete, die teils schon am Samstag votiert hatten, sind bei dem Zwischenstand vom Sonntag nicht eingerechnet. Sie machen aber nur einen sehr kleinen Teil der Gesamtwählerschaft aus./sku/DP/das

(AWP)