Wahlen Frankreich - Rennen um französische Präsidentschaft wird enger

Neun Tage vor der ersten Runde der Präsidentenwahl in Frankreich deutet sich zunehmend ein enges Rennen an. Neuesten Umfragen zufolge liegen die vier führenden Kandidaten noch drei Prozentpunkte auseinander.
15.04.2017 13:26
Gehört zu den Favoriten bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Emmanuel Macron.
Gehört zu den Favoriten bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Emmanuel Macron.
Bild: Bloomberg

"Am 23. April können alle Szenarien eintreten", erklärte das Institut BVA bei der Veröffentlichung seiner Zahlen. Auch Ipsos-Sopra Steria sah eine Spanne von drei Punkten, während eine dritte Umfrage die Differenz mit sechs Prozentpunkten angab. Den Umfragen zufolge bleibt am wahrscheinlichsten, dass die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, und der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron die erste Runde gewinnen. Die Stichwahl am 7. Mai würde demnach Macron für sich entscheiden.

Allerdings ist nach den jüngsten Zahlen auch der Konservative Francois Fillon weiter im Rennen. Zudem hat der Linke Jean-Luc Melenchon in den vergangenen Wochen aufgeholt und damit dem Kampf um die Nachfolge von Francois Hollande spannend gemacht. Melenchon kam in den TV-Debatten gut bei den Wählern an. Den Umfragen zufolge würde er in der zweiten Runde gegen Fillon und Le Pen gewinnen. Anleger sehen die Ideen des Linken mit Sorge: Er will unternehmerfreundliche Wirtschaftsreformen zurücknehmen, die Nato-Mitgliedschaft kündigen und möglicherweise auch aus der Europäischen Union austreten.

(Reuters)