Wahlen und Job-Daten schieben Asiens Börsen an

Die Aktienmärkte in Fernost haben zu Wochenbeginn zugelegt. Die Tokioter Börse verbuchte deutliche Gewinne, nachdem die japanische Regierungskoalition bei den Oberhauswahlen am Sonntag einen klaren Sieg errungen hatte.
11.07.2016 09:16
Asiatische Indizes verzeichnen Gewinne.
Asiatische Indizes verzeichnen Gewinne.
Bild: Bloomberg

Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte nach seinem Triumph an, er wolle nun weitere Massnahmen gegen die Konjunkturflaute ergreifen. Gestützt wurden die asiatischen Aktienmärkte auch von positiven Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt aus der vergangenen Woche, die die Sorgen der Anleger um die Entwicklung der weltgrössten Volkswirtschaft linderten.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss vier Prozent höher bei 15.708 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte 1,8 Prozent zu.

Dass Abes Lager bei den Wahlen eine Zweidrittel-Mehrheit erringen konnte, stimme die Investoren optimistisch, sagte Hikaru Sato, Analyst beim Finanzhaus Daiwa Securities. Angesichts dieser Machtfülle gingen die Anleger davon aus, dass er seine Konjunkturpolitik auch durchsetzen könne. Zuletzt zeigte sich die schwache Investitionsneigung in Japan an einem überraschenden Rückgang der Maschinenbau-Aufträge.

Spekulationen auf weitere Geldspritzen der japanischen Notenbank setzten die Währung des Landes unter Druck. Für einen Dollar wurden 101,71 Yen gezahlt. Der Euro notierte mit 1,1049 Dollar 0,1 Prozent leichter.

Nach einem Durchhänger am US-Arbeitsmarkt stellten Firmen und Staat im Juni überraschend viel Personal ein. Nach Einschätzung der Investoren war der Zuwachs aber nicht so gross, dass er die US-Notenbank zu einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten veranlassen könnte.

In Japan schoss die Aktie des Spieleanbieters Nintendo 25 Prozent in die Höhe. Sie wurde beflügelt von Hoffnungen auf das neue Smartphone-Spiel Pokemon Go.

Dagegen rauschten die Papiere des Stromkonzerns Kyushu Electric acht Prozent in die Tiefe. Hintergrund war der Sieg eines Atomkraftgegners bei den Gouverneurs-Wahlen am Sonntag in einer Präfektur, in der eines der Kyushu-Atomkraftwerke steht.

(Reuters)