Wak will zusätzliche Abklärungen zur Abschaffung des Eigenmietwerts

Die Wirtschaftskommission des Ständerats (Wak) möchte den Eigenmietwert abschaffen. Ihre Vorschläge sind in der Vernehmlassung kontrovers aufgenommen worden. Die Kommission hat von der Verwaltung zusätzliche Abklärungen verlangt.
30.08.2019 16:24

Die offenen Fragen betreffen unter anderem die Zweitliegenschaften, für welche die Eigenmietwertbesteuerung beibehalten werden soll. Damit hänge die Gleichbehandlung der Zweitliegenschaftskantone, aber auch die Gleichbehandlung von Erst- und Zweitliegenschaftseigentümer zusammen, sagte Kommissionspräsident Pirmin Bischof (CVP/SO) am Freitag vor den Bundeshausmedien.

Nach seinen Angaben sind auch zur Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen "einige Fragen offen geblieben". Dazu gehöre, wie konsequent, also wie unabhängig vom Grundeigentum, die Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen abgeschafft werden solle. Die Kommission hatte dazu fünf verschiedene Varianten in die Vernehmlassung geschickt. Die Extremvariante ist die Streichung sämtlicher Abzugsmöglichkeiten.

Weitere Abklärungen betreffen den Vorschlag der Wak, die Abzüge für Energiesparen, Umweltschutz oder Denkmalpflege auf Bundesebene abzuschaffen. Laut Bischof sollen die Informationen im November vorliegen. Widerstand kommt von den Kantonen, den Mieterverbänden und den linken Parteien. Das bürgerliche Lager ist im Grundsatz dafür. Umstritten ist, welche Abzüge in Zukunft zulässig sein sollen.

(AWP)