Wasserzins - Bundesrat kommt Stromkonzernen entgegen

Die Schweizer Regierung will den finanziell angeschlagenen Stromproduzenten unter die Arme greifen.
22.06.2017 09:07
Bundesrat kommt Stromkonzernen entgegen
Bild: Pixabay

Der Wasserzins, mit dem die Bergkantone für die Verwendung des Wassers zur Stromerzeugung von den Kraftwerksbetreibern entschädigt werden, soll gesenkt werden, teilte der Bundesrat am Donnerstag mit. Für die Jahre 2020 bis 2022 soll der maximale Wasserzins auf 80 von derzeit 110 Franken je Kilowatt Bruttoleistung sinken. Für die Jahre danach gebe es eine flexible Lösung. Die beteiligten Parteien können in der Vernehmlassung, die bis Mitte Oktober dauert, dazu Stellung beziehen.

Wenn das Parlament zustimmt, würden die Stromproduzenten ab 2020 jährlich um rund 150 Millionen Franken entlastet, wie es in der Mitteilung hiess. Derzeit bezahlen Wasserkraftproduzenten, zu denen Alpiq Holding, Axpo Holding und BKW zählen, rund 550 Millionen Franken pro Jahr.

Die Schweizer Wasserstromproduzenten sind angesichts der stark gefallenen Grosshandelspreise in Europa nicht konkurrenzfähig und schreiben zum Teil rote Zahlen.

(Reuters)