Wdh: Trump und Gewerkschaftschef streiten über Job-Deal bei Carrier

(Wiederholung: Unternehmensname im letzten Absatz)
08.12.2016 16:37

NEW YORK (awp international) - Nach seinem umstrittenen Deal zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei einem Klimaanlagenhersteller ist ein Streit zwischen Donald Trump und dem Präsident der Stahlgewerkschaft entbrannt. Chuck Jones erneuerte am Mittwochabend (Ortszeit) im Gespräch mit dem Sender CNN seine Kritik, Trump habe mit Behauptungen zu angeblich geretteten Jobs falsche Hoffnungen bei Mitarbeitern geschürt.

Anfang der Woche hatte Jones den künftigen US-Präsidenten bereits in der "Washington Post" als Lügner bezeichnet. Trump hatte für sich beansprucht, mehr als 1100 Stellen bei der Firma Carrier "gerettet" zu haben. Laut Jones geht es nur um 800 Arbeitsplätze.

Trump reagierte über Twitter und warf dem Gewerkschaftschef vor, "einen fürchterlichen Job als Vertreter der Arbeiter" gemacht zu haben. "Kein Wunder, dass Firmen aus dem Land fliehen!". Er ging nicht darauf ein, wie viele Jobs nun erhalten bleiben. Jones klagte hinterher über Drohungen von Trump-Anhängern in sozialen Medien.

Carrier hatte ursprünglich angekündigt, 1400 Stellen nach Mexiko zu verlagern. Trump versprach im Wahlkampf, alle diese Jobs in den USA zu halten. Laut US-Medien stimmte Carriers Mutterkonzern United Technologies im Gegenzug für Subventionen letztlich zu, einen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten. Der ungewöhnliche Deal wurde von Experten als teure Symbolpolitik kritisiert./hbr/DP/stb

(AWP)