WEF 2017: China will auch in kommenden Jahren mehr im Ausland investieren

Chinesische Unternehmen haben in den letzten zwei Jahren in rasantem Tempo ihre Investitionen im Ausland verstärkt. Inzwischen fliesst weitaus mehr Geld aus Direktinvestitionen vom Ausland nach China als umgekehrt. Dieser Trend werde sich fortsetzen, sagte Liu Liehong, Chef der China Electronics Corporation, am Dienstag an einer Diskussionsrunde am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.
17.01.2017 19:53

Vermehrt gingen auch Firmen aus neueren Industrien wie der Elektronikbranche ins Ausland, sagte Liu. Laut dem US-Ökonom Nouriel Roubini handelt es sich dabei nicht nur um eine ökonomische Diversifikation, sondern es stecke eine Strategie dahinter, die ökonomischen und geopolitischen Beziehungen zu anderen Ländern zu verstärken.

Während in Europa und den USA das chinesische Engagement derzeit kritisch beäugt wird, wird es in Lateinamerika mehr und mehr positiv gesehen. Die Ängste zu Beginn der chinesischen Investitionstätigkeit hätten sich gelegt, sagt Alicia Bárcena Ibarra, Generalsekretärin der UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik. Schon bald könnte China die USA als wichtigster Direktinvestor in Lateinamerika übertreffen.

(AWP)