WEF 2017: Lagarde und Schäuble fürchten Rückschläge für Weltwirtschaft

IWF-Chefin Christine Lagarde und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble fürchten wegen politischer Risiken Rückschläge für die globale Wirtschaft.
20.01.2017 16:49

"Es sieht besser aus als bisher erwartet", sagte die Französin zwar am Freitag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Wenn es aber zu einem Wettlauf um die niedrigsten Steuern, den Abbau von Regulierungen sowie neue Handelsschranken komme, werde das erhebliche Störeffekte haben.

Auch Schäuble äusserte sich angesichts des geplanten EU-Ausstiegs Grossbritanniens und des Präsidentenwechsels in den USA vorsichtig: "Ich bin ein bisschen unsicher, was alles in diesem Jahr passiert". Wenn sich Grossbritannien und die EU nicht auf die Details des Brexits einigen könnten, wäre das "ein Desaster". Es sei zu hoffen, dass der neue US-Präsident Donald Trump den Freihandel nicht zerstöre.

Der Chef des weltgrössten Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink, sieht nach dem Trump-Sieg derzeit vor allem bei kleineren Unternehmen in den USA einen wachsenden Optimismus. Zu Trumps Ankündigungen von Handelsbarrieren sagte er: "Ich hoffe, dass das ist nicht die Politik".

Fink rechnet unter Trump mit einem schärferen Konflikt zwischen der US-Notenbank Fed und der Regierung in Washington. Zudem fürchtet er negative Folgen eines weiter erstarkenden Dollar. Angesichts des voraussichtlich steigenden US-Defizits empfahl er der neuen US-Regierung, sich mit den Käufern der Schuldenpapiere - vor allem Japan und China - möglichst gutzustellen.

(AWP)