WEF 2017: Pharmafirmen starten Gesundheitsinitiative in armen Ländern

22 grosse Biopharma-Unternehmen starten gemeinsam mit der Weltbank und der Union for International Cancer Control (UICC) eine Initiative unter dem Namen "Access Accelerated". Ziel dieser Initiative ist es, in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen die Zunahme nicht übertragbarer Krankheiten einzudämmen. Dazu sollen dort nachhaltige Programme entwickelt und umgesetzt werden, wie die an der Kooperation Beteiligten am Mittwoch gemeinsam mitteilen.
18.01.2017 06:57

Zu den Partizipanten der anlässlich des WEF in Davos beschlossenen Initiative gehören nebst der Weltbank und der UICC insgesamt 22 Pharmaunternehmen, darunter aus der Schweiz auch Novartis und Roche.

Die globale Initiative "Access Accelerated" soll in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen (LMIC) den Zugang zur Prävention und Behandlung von nichtübertragbaren Krankheiten (Non-Communicable Diseases, NCD) erleichtern. Denn in diesen Ländern träten nahezu 80% der NCD-bedingten Todesfälle auf und deren Zunahme nehme das Ausmass einer Krise an.

Gemeinsam mit der Weltbankgruppe soll die Initiative Lösungen identifizieren, um finanzielle, regulatorische und dienstleistungsbezogene Barrieren auf Länderebene abzubauen. Darüber hinaus werde die Weltbankgruppe Pilotprogramme in der Primärversorgung umsetzen, um die Folgen für Patienten mit NCD in verschiedenen Ländern zu verbessern. Zu Beginn werde der Fokus auf einem afrikanischen Land liegen.

Dotiert ist die Initiative mit einer gemeinsamen Finanzierung in der Höhe von 50 Mio USD sowie zusätzlichen individuellen Beiträgen über Firmenprogramme. Durch die Zusammenarbeit mit "Access Accelerated" soll es möglich sein, die Überlebensraten bei Krebs in der ganzen Welt zu verbessern, so ein Ziel der Initiative.

cf/tp

(AWP)