WEF-Studie - Wettbewerb: Schweiz bleibt Nummer eins

Die Schweiz ist das wettbewerbsfähigste Land der Welt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF). Es ist das neunte Mal in Folge, dass die Schweiz den Spitzenplatz belegt.
27.09.2017 06:58
Grund zum Anstossen: Die Schweiz gehört zu den wirtschaftlichen Vorreitern.
Grund zum Anstossen: Die Schweiz gehört zu den wirtschaftlichen Vorreitern.
Bild: Bloomberg

Auf den weiteren Rängen liegen erneut die USA, Singapur, die Niederlande und Deutschland. Die einzige Änderung in den Top 5 betrifft die USA und Singapur, die den zweiten und dritten Platz tauschen.

Grosser Gewinner unter den Top 10 ist Hongkong, das drei Plätze nach oben auf Rang 6 steigt und Schweden (7), Grossbritannien (8) und Japan (9) hinter sich lässt, die alle jeweils um einen Rang gefallen sind. Finnland bleibt fest auf Rang 10, während Israel die grösste Dynamik in den Top 20 an den Tag legt: Es klettert ganze acht Plätze auf Rang 16.

China hat einen Platz gut gemacht und liegt auf Rang 27. China ist somit das erfolgreichste Land unter den aufstrebenden Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS).

Drei Problemfelder

Die Autoren des am Mittwoch publizierten Global Competitiveness Report 2017-2018 orten drei Problembereiche bei der Wettbewerbsfähigkeit: Ein instabiler Finanzsektor, schwache Arbeitnehmerrechte und fehlgeleitete Investitionen.

Die Finanzsysteme hätten sich noch immer nicht vom Schock von der Finanzkrise 2007 erholt, schreiben die Autoren. Stabile Finanzmärkte seien aber die Voraussetzung für Investitionen und Innovationen. Weiter würde sich Wettbewerb verbessern in nicht regulierten Arbeitsmärkten, sofern Flexibilität mit angemessenem Schutz der Arbeitnehmerrechte kombiniert werde.

"Bei dem zu erwartenden massenweisen Wegfall von Jobs durch Automatisierung und Robotisierung wird es darauf ankommen, widerstandsfähige Strukturen zu schaffen und Arbeitnehmer in Übergangsphasen zu unterstützen", heisst es in der Studie.

Weiter gibt es gemäss der Studie ein Ungleichgewicht zwischen hohen Investitionen in neue Technologien einerseits und fehlenden Initiativen, welche die Nutzung breitenwirksam durchsetzen andererseits. Dies sei eine Barriere bei der Produktivitätssteigerung.

Für die am Mittwoch publizierte Studie haben die Autoren diverse Faktoren untersucht, die zur Produktivität und zum Wohlstand eines Landes beitragen. Dazu gehören beispielsweise Bildungssysteme, Gesundheit, Marktgrössen, technologische Standards, Unternehmenskulturen sowie Effizienz des Arbeitsmarktes.

(AWP)