Wegen Brexit - Britische Wirtschaft sorgt sich um schwächeres Wachstum

Die britische Wirtschaft sorgt sich gemäss einer Umfrage um negative Folgen rund um den EU-Austritt des Landes.
16.07.2017 14:15
Die EU und Grossbritannien gehen auseinander.
Die EU und Grossbritannien gehen auseinander.
Bild: Pixabay

Eine Umfrage unter mehr als 7700 Firmen signalisiere nur eine maue Konjunktur, teilten die Britischen Handelskammern (BCC) vergangene Woche mit. "Für viele Branchen ist das Wachstum im besten Fall statisch und im schlimmsten Fall fängt es an, sich zu verlangsamen", sagte BCC-Generaldirektor Adam Marshall. "Dieses gedämpfte Konjunkturbild zeigt wie wichtig es ist, dass wir in den nächsten Monaten so viel Klarheit wie möglich zur Übergangsphase beim Brexit bekommen."

Auch bessere Exporte können laut BCC nicht wettmachen, was konsumnahe Unternehmen wegen der hohen Inflation einbüssen. Die BCC-Daten belegen wie zuletzt andere Umfragen, dass viele Firmen mit Investitionen zögern.

Die Briten haben Mitte 2016 für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Die Verhandlungen mit der EU zum Brexit laufen bereits und sollen 2019 abgeschlossen sein. Die britische Wirtschaft plädiert für einen möglichst leichten Zugang zum EU-Binnenmarkt.

Derweil wollen spanische Firmen noch im Laufe des Tages Millionen-Investitionen in Grossbritannien ankündigen. Die Pläne sollen bei einem Besuch von Spaniens König Felipe besiegelt werden. Geplant sind nach britischen Angaben etwa Investitionen des Zugbauers CAF von rund 34 Millionen Euro in einem neuen Werk in Wales, wo 300 Jobs entstehen sollen. "Dies beweist, dass wir die engstmögliche Beziehung behalten können und behalten werden", sagte die britische Regierungschefin Theresa May.

(Reuters)