Weihnachtsshopping einfach gemacht

Was wie ein Widerspruch tönt, ist durchaus möglich: Das Weihnachtsgeschäft ohne Nervenschaden überstehen. Dazu müssen Sie sich allerdings einige Tipps zu Herzen nehmen.
05.12.2014 00:43
Von Ivo Ruch
Der Weihnachtsrummel ist in vollem Gang.

Die Monate November und Dezember sind mit Abstand die umsatzstärksten für die klassischen Warenhäuser. Globus macht in dieser Zeit nach eigenen Angaben 25 Prozent des gesamten Umsatzes. Bei gewissen Sportgeschäften ist es noch extremer. Sie nehmen im Dezember gleich viel ein wie im ganzen Rest des Jahres.

Doch das führt zwangsläufig dazu, dass Einkäufe in der Weihnachtszeit mitunter nervenaufreibend sind.  Zeitdruck, Platzmangel oder Ideenarmut machen die besinnliche Zeit zum Horrortrip. Ganz besonders fatal wird es dann, wenn die Besorgungen bis zur letzten Minute aufgeschoben werden und man aufgerieben und gereizt an den Festtagstisch sitzt – der Familienkrach ist vorprogrammiert.

Das muss nicht sein. Denn für ein nervenschonendes Weihnachtsshopping gibts einige wichtige Dinge zu beachten.

Organisation: Eine Einkaufsliste wirkt Wunder. Nicht nur als Gedankenstütze, sondern auch um effizienter durch die Regale steuern zu können und unnötige Botengänge zu vermeiden.

Rummel vermeiden: Legen Sie zudem ihre Einkäufe auf Tage, an denen nicht die ganze Schweiz auf den Beinen ist - ausser, Sie wollen das. Zu diesen besonders beliebten Shoppingtagen zählen die Sonntage, an denen die Geschäfte offen bleiben. In Zürich betrifft das den 7. und den 21. Dezember. Grundsätzlich gilt aber: Je näher die Festtage rücken, desto grösser wird der Rummel. "Das eigentliche Weihnachtsgeschäft verschiebt sich immer stärker an die Festtage heran. Der 23. und 24. Dezember können entscheidend sein", sagt Elle Steinbrecher von Manor zu cash.

Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Mittwoch. Die meisten Leute arbeiten mindestens einen halben Tag – und rennen dann noch zum Einkaufen ins nächste Kaufhaus. Wer dann noch nach Geschenken sucht, hat definitiv etwas falsch gemacht. Meiden Sie an hektischen Tagen insbesondere auch Geschäfte mit einem hohen Kinderanteil wie Franz Carl Weber.

Alternative Internet: Wenn Sie eine konkrete Idee haben, können Sie Spielzeug auch im Internet bestellen. Auch Lebensmittel können problemlos bei Migros oder Coop online bestellt werden. Ganz zu schweigen von  Kleidern und Accessoires. Onlineshops spielen denn auch im Weihnachtsverkauf eine immer grössere Rolle. Ihr Anteil an den Geschenkausgaben in der Schweiz ist in den letzten zwei Jahren von 12 auf 17 Prozent gestiegen, wie eine Studie des Beratungsunternehmens EY zeigt. Das spürt auch der Online-Händler Zalando. "Wir sehen, dass das vierte Quartal historisch zu den stärkeren im Jahr gehört, vor allem wegen des Wechsels auf die teureren Winterartikel", sagt Zalando-Sprecherin Carolin Kühnel zu cash.

Trotz des Online-Booms bevorzugen die meisten Konsumenten immer noch den Einkaufsbummel vor Ort. Die Warenhäuser geben zusätzlich Gegensteuer, indem sie einerseits selbst das Internet-Geschäft vorantreiben. Andererseits versuchen sie, den Kunden ein stimmungsvolles Einkaufserlebnis zu bieten und die persönliche Beratung in den Vordergrund zu rücken. Was auch immer hilft beim Geld sparen: Preise vergleichen. Mit Hilfe des Internets ist das ganz besonders einfach. Seiten wie toppreise.ch sind einfach in der Anwendung, bieten eine grosse Auswahl und sind übersichtlich gestaltet.

Überzeit abbauen: Eine weitere Option ist, ein paar Stunden frei zu nehmen und sich während der shoppingarmen Tageszeit voll und ganz dem Einkaufen zu widmen. Der Verlust eines Ferientages wiegt weniger schwer als jener des Nervenkostüms. Zudem können Sie einen Teil der angestauten Überzeit abbauen.

Nicht überstürzt in den Ausverkauf: Für die Zeit unmittelbar nach Weihnachten kann keine Entwarnung gegeben werden. Denn dann wird flächendeckend der Ausverkauf eingeläutet. Von der Idee, am 26.12. die wenigen geöffneten Geschäfte aufzusuchen, ist dringend abzuraten. Der Tag fällt in diesem Jahr auf einen Freitag, den viele Leute überbrücken. Die Läden im Zürcher Shopville werden voll sein mit Personen, die ihren geplünderten Kühlschrank wieder füllen möchten.

Genauso am ersten Verkaufstag nach Weihnachten, heuer der 27. Dezember. Erstens beginnt dann vielerorts der grosse Ausverkauf, was Schnäppchenjäger anlockt. Zweitens strömen all jene in die Läden, die Gutscheine einlösen, unpassende Geschenke umtauschen oder defekte Waren zurückgeben wollen. Drittens fällt der 28. Dezember auf einen Sonntag: Schon wieder sind Bunkerkäufe angesagt. Öffnen Sie Ihr Portemonnaie also erst am 29. Dezember wieder.