Weko sammelt weitere Anhaltspunkte im Fall Uhrenersatzteile

Die Wettbewerbskommission des Bundes (Weko) startet im Fall der restriktiven Lieferungen von Uhrenersatzteilen eine zweite Fragenrunde. Nach einer erste Runde sieht sich die Weko noch nicht imstande zu entscheiden, ob eine Untersuchung gestartet werden soll oder nicht.
16.10.2017 15:51

Wegen der zweiten Fragerunde verschiebe sich darum der Entscheid über die Eröffnung eines offiziellen Verfahrens vom Herbst auf das ersten Quartal 2018, sagte Patrik Ducrey von der Weko auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Bei der Weko gingen in der Vergangenheit diverse Klagen von unabhängigen Uhrmachern ein, denen Uhrenproduzenten wie Swatch, Richemont oder Rolex keine Ersatzteile mehr lieferten. Die Weko hat darauf im Sommer eine Voruntersuchung eingeleitet

Hersteller von Markenuhren rechtfertigten ihre restriktive Lieferpraxis bisher mit ihrer Bemühung um Qualität. Nur ihre akkreditierten Reparaturzentren könnten den Kunden beste Qualität und Service bieten, liessen diese verlauten.

Unabhängige Uhrmacher dagegen reklamieren für sich, dass sie meist billiger und oft schneller sind als die Uhrenhersteller. Kunden sollten zudem selbst entscheiden können, wo sie ihre Uhr warten oder reparieren lassen.

(AWP)