Weko warnt vor Überregulierung

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit der Digitalisierung der Wirtschaft und den daraus folgenden wettbewerbsrechtlichen Fragestellungen auseinandergesetzt. Sie warnt dabei vor Überregulierung.
11.04.2017 10:30

Bei Fehlbeurteilungen bestünde hier die Gefahr, dass diese zu Regulierungen führten, die den Wettbewerb vielmehr behinderten statt für gleich lange Spiesse in den Märkten sorgten, teilte die Weko am Dienstag an ihrer Jahresmedienkonferenz mit.

Beispielsweise hält die Behörde in ihrem Jahresbericht fest, dass sich der Online-Handel positiv auf den Wettbewerb auswirke. Die Konsumenten profitierten von einer höheren Transparenz und von einem breiteren Angebot. Für die Händler vergrössere das Internet die Reichweite. Die Weko stehe daher Beschränkungen des Online-Handels sehr kritisch gegenüber.

Innovative Geschäftsmodelle seien erwünscht, hielt die Behörde fest. Die Weko will allerdings eingreifen, wenn der Wettbewerb beeinträchtigt wird.

Die Behörde sieht die Digitalisierung und daraus folgende neue Geschäftsmodelle auch als Chance, alte Zöpfe abzuschneiden. Es schade dem Wettbewerb, wenn neue Geschäftsmodelle in alte, aber nicht passende Regulierungskorsetts gezwängt würden. Die neuen Angebotsformen böten die Gelegenheit, auf überholte Regulierungen zu verzichten oder nötigenfalls neue, leichtere Regulierungen zu prüfen.

mk

(AWP)