Weltbank-Präsident: Kampf gegen Armut wird schwerer

WASHINGTON (awp international) - Korruption und instabile Steuersysteme in Entwicklungsländern bleiben nach Auffassung von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim grosse Hindernisse für einen erfolgreichen Kampf gegen extreme Armut. Die Entwicklungsländer bräuchten stabiles Wirtschaftswachstum, um Armut auszulöschen, sagte Kim am Freitag in Washington. Derzeit betrage das Wachstum aber nur 2,9 Prozent - bei einem gleichzeitigen Bevölkerungswachstum von drei Prozent de facto ein Minus.
07.10.2016 18:07

"Der private Sektor sagt uns, dass Korruption, fehlende Planungssicherheit bei politischen Entscheidungen und unzuverlässige Steuerpolitik die grössten Hindernisse für Investitionen sind", sagte Kim. Der Weltbankpräsident war vor wenigen Tagen für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Institution wiedergewählt worden. Sein Ziel ist es, die extreme Armut in der Welt bis 2030 zu beseitigen. Die Weltbank unterstützt private und öffentliche Investoren unter anderem mit günstigen Krediten, um die Infrastruktur in Entwicklungsländern zu verbessern.

Das Erreichen des Ziels werde immer schwerer, bekannte Kim. "Diejenigen, die noch in extremer Armut leben, sind immer schwerer zu erreichen", sagte er. "Wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen, wenn wir wirtschaftliches Wachstum für die ärmsten Länder der Welt ankurbeln wollen."/dm/DP/enl

(AWP)