Westschweizer Arbeitgeber kündigen Bau-Gesamtarbeitsvertrag

Bern (awp/sda) - Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für Maler, Schreiner und Zimmermänner sind in der Romandie gescheitert. Die Arbeitgeber haben den bestehenden GAV auf Ende Jahr gekündigt.
17.10.2016 16:59

Von der Kündigung betroffen sind rund 25'000 Arbeitnehmer in der Westschweiz, wie die Gewerkschaften Unia und Syna in einer Medienmitteilung vom Montag schreiben.

Die Arbeitgeber haben den Gewerkschaften vorgeschlagen, den bisherigen GAV um ein Jahr zu verlängern, was Unia und Syna jedoch ablehnten. Den Arbeitgebern sei darum nichts anderes übriggeblieben, als den GAV zu kündigen, sagte der Verhandlungsleiter der Arbeitgeber Pascal Schwab auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Für die Gewerkschaften ist diese Kündigung "unverantwortlich". Sie schaffe die Voraussetzung für Lohndumping, heisst es in der Mitteilung. Unia und Syna rufen darum ihre Mitglieder zu Protestaktionen auf, die so lange weiter geführt werden sollen, bis die Arbeitgeber einlenken.

Zur Eskalation der Situation führte die Uneinigkeit bei den Lohnverhandlungen. Die Gewerkschaften forderten für ihre Mitglieder eine Lohnerhöhung, was die Arbeitgeber jedoch ablehnten.

(AWP)