Wirtschaftsdachverband - Economiesuisse fordert mehr Offenheit bei der Digitalisierung

Die Schweiz sei für die Digitalisierung eigentlich gut aufgestellt. Allerdings bestehe die Gefahr, dass sich das Land zu sehr auf einzelne Probleme fixiere, so eine Studie von Economiesuisse und der Denkfabrik W.I.R.E.
22.08.2017 10:49
Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer, hier am Tag der Wirtschaft 2016.
Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer, hier am Tag der Wirtschaft 2016.
Bild: cash

Ein Beispiel dafür sei etwa die geforderte Strafsteuer für Selfscanning-Kassen. Um sich in der digitalen Welt erfolgreich zu positionieren, sei es wichtig, jetzt die Weichen richtig zu stellen, sagte economiesuisse-Präsident Heinz Karrer am Dienstag bei der Präsentation der Studie "Zukunft digitale Schweiz".

Aktuell bestehe jedoch die Gefahr, dass sich das Land zu sehr auf Einzelprobleme fokussiere. Beispiele dafür seien etwa die geforderten Strafsteuern für Selfscanning-Kassen, E-Mail-Verbote ab 19 Uhr oder die Netz-Sperre für ausländische Online-Casinos.

Ob sich die Erfolgsgeschichte der Schweiz fortsetze, hänge wesentlich davon ab, ob die Herausforderungen der Digitalisierung positiv, offen und mit viel Selbstvertrauen angegangen werden könnten. Die Schweiz stehe erst am Anfang ihrer Reise.

Vom Staat fordert economiesuisse generell mehr Offenheit. Neue Geschäftsmodelle dürften nicht voreilig reguliert werden. Der Wirtschaftsdachverband warnt zudem vor einer Robotersteuer, weil diese den technologischen Fortschritt bremsen würde.

(AWP)