Wirtschaftsministerium hofft auf Aufklärung durch Bombardier

POTSDAM (awp international) - Das Wirtschaftsministerium in Potsdam hofft auf eine rasche Aufklärung über die geplanten Stellenstreichungen bei Bombardier in Hennigsdorf. Man gehe davon aus, dass die Pläne in der zweiten Hälfte der kommenden Woche auf den Tisch gelegt werden, sagte eine Sprecherin am Freitag.
09.12.2016 11:11

Das "Handelsblatt" hatte berichtet, dass der Konzern in seinen deutschen Werken zusammen rund 2500 Stellen streichen wolle. Das Unternehmen wollte dies nicht bestätigen. Bombardier hatte im Frühjahr einen Stellenabbau angekündigt. Damals war von lediglich 1430 gefährdeten Arbeitsplätzen die Rede gewesen.

In Hennigsdorf wird der Abbau von 500 der zu Jahresanfang noch etwa 2500 Jobs befürchtet. Zudem könnte dort die Serienproduktion von Schienenfahrzeugen komplett eingestellt werden. Weitere Jobs könnten in den sächsischen Werken in Görlitz und Bautzen wegfallen.

Unterdessen hat das Potsdamer Wirtschaftsministerium einen ersten Kontakt zur Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft aufgenommen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Hintergrund ist, dass rund jeder zweite Beschäftigte in Hennigsdorf aus Berlin stammt./rgo/DP/stb

(AWP)