Wirtschaftsverbände werben für Freihandel und Schuldenabbau in Europa

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft erhoffen sich vom EU-Gipfel auf Malta richtungsweisende Weichenstellungen, um Wachstum und Innovation in Europa zu fördern. "Die aktuelle Krise erfordert eine entschlossene Prioritätensetzung", heisst es in einem gemeinsamen Schreiben von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und Industriepräsident Dieter Kempf an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). In dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, fordern die Spitzen von BDA und BDI ein Bekenntnis zum Freihandel. Weitere Freihandelsabkommen seien notwendig, um europäischen Unternehmen Zugang zu aussereuropäischen Märkten zu ermöglichen.
03.02.2017 06:35

Darüber hinaus mahnten Kramer und Kempf einen Abbau der Staatsschulden an sowie eine grössere Flexibilität auf den Arbeitsmärkten der EU-Staaten: "Beschäftigungshürden etwa in Form eines rigiden Arbeitsrechts sind anzupassen", heisst in dem Schreiben an Merkel. Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit verweisen sie zudem auf die Erfolge der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Zum EU-Gipfel kommen am Freitag 28 Staats- und Regierungschefs auf Malta zusammen./ax/DP/zb

(AWP)