WSJ: China erwägt Absage der Gespräche im US-Zollstreit

Im Handelsstreit mit den USA erwägt nun China, das Gesprächsangebot der US-Administration über drohende Strafzölle auszuschlagen. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ/Online) am Sonntag unter Berufung auf hochrangige Vertreter, die mit den Gesprächen vertraut sind. China werde nicht mit vorgehaltener Pistole verhandeln, hiess es. Zuvor hatten mehrere US-Medien, darunter auch das "WSJ", berichtet, US-Präsident Donald Trump habe die Entscheidung getroffen, chinesische Importe im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen von zehn Prozent zu belegen. Dieser Schritt solle in den nächsten Tagen offiziell bekanntgegeben werden.
16.09.2018 19:58

Bisher sind Sonderzölle über 50 Milliarden Dollar in Kraft. China hatte mit Vergeltung reagiert und dies auch für den Fall angekündigt, dass Trump den nächsten Schritt geht. Zuletzt hatte es nach Entspannung ausgesehen, nachdem US-Finanzminister Steven Mnuchin nach Aussagen von Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow neue Handelsgespräche mit China vorgeschlagen hatte. Peking hatte sich Gesprächen gegenüber aufgeschlossen gezeigt./nas

(AWP)