WTO-Chef: Deutschland muss Gespräch über Handelspolitik anstossen

Die Bundesregierung soll nach dem Willen des Chefs der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevêdo, beim G-20 Gipfel eine Lanze für den Freihandel brechen. "Ich erwarte von dem G20-Gipfel in Hamburg, dass wir intensiv darüber reden werden, wie wir das Regelsystem verbessern wollen", sagte Azevêdo der "Wirtschaftswoche" (Freitag). "Deutschland muss ein Gespräch über Handelspolitik und das multilaterale System anstossen." Weltweit wächst die Sorge vor Protektionismus, seit die US-Regierung unter Donald Trump internationale Handelsabkommen in Frage gestellt hat.
12.05.2017 13:52

Azevêdo schlug "eine WTO der unterschiedlichen Geschwindigkeiten" vor: "Innerhalb einer Handlungsvereinbarung würden künftig die Mitglieder selbst entscheiden, wie viel davon und wie schnell sie Teile des Vertragswerks übernehmen wollen", zitiert ihn das Magazin. Die WTO setzt sich für einen Abbau von Handelshemmnissen mit fairen Chancen für alle Länder ein. Sie hat 164 Mitgliedsländer./DP/stb

(AWP)