WTO zählt weniger neue Handelsbeschränkungen

Der freie Welthandel befindet sich der Welthandelsorganisation (WTO) zufolge trotz protektionistischer Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Aufwind.
04.12.2017 17:01

Zwischen Mitte Oktober 2016 und Mitte Oktober 2017 hätten die 164 Mitglieder der Organisation insgesamt 108 neue Handelsbeschränkungen erlassen, teilte die WTO am Montag im Vorfeld ihrer Ministerkonferenz in der nächsten Woche mit.

Das sind im Monatsdurchschnitt neun solcher Massnahmen und damit deutlich weniger als in den vorangegangenen zwölf Monaten als es noch 15 waren.

Gleichzeitung wurden 128 Handelserleichterungen beschlossen, also im Monatsdurchschnitt fast elf. Auch das waren deutlich weniger als die 18 im Monat ein Jahr zuvor.

Die Handelserleichterungen erstreckten sich den WTO-Zahlen zufolge auf Geschäfte im Umfang von 169 Milliarden Dollar. Das von Beschränkungen betroffene Handelsvolumen belief sich auf 79 Milliarden Dollar.

Bei Vergeltungsmassnahmen, mit denen auf angeblich unfaire Praktiken anderer Länder reagiert wurde, verzeichnete die Organisation eine leichte Abschwächung.

WTO-Generalsekretär Roberto Azevedo verwies auf günstigere Perspektiven im Welthandel. Im September hatte die WTO daher ihre Wachstumsprognose auf 3,6 Prozent von zuvor erwarteten 2,4 Prozent 2,4 Prozent erhöht.

Vom 10. bis zum 13. Dezember steht in Buenos Aires die WTO-Ministerkonferenz an, das höchste Entscheidungsorgan der Institution. Die Minister treffen sich alle zwei Jahre.

(AWP)