Zahl der Stellen nur im Dienstleistungssektor gestiegen

(Meldung ausgebaut, insbesondere Branchen) - In der Schweiz hat die Beschäftigung im Schlussquartal 2016 ganz leicht zugenommen. Zu verdanken ist dies dem wachsenden Dienstleistungssektor, wo erneut Stellen geschaffen wurden. Dagegen sind in der Industrie wiederum Arbeitsplätze verschwunden.
27.02.2017 13:52

Insgesamt gab es im vierten Quartal des letzten Jahres 4,912 Millionen Beschäftigte in der Schweiz. Das ist ein leichtes Plus von 0,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gesamthaft wurden damit 15'000 neue Stellen geschaffen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag in einem Communiqué bekannt gab.

Die Schweizer Wirtschaft ist also eine Jobmaschine. Die 4,912 Millionen Beschäftigten sind der zweithöchste Wert aller Zeiten, wie aus den Zahlen des BFS hervorgeht. In den letzten zwanzig Jahren sind in der Schweiz 1,055 Millionen Stellen entstanden.

MEHR JOBS IN DIENSTLEISTUNGSBRANCHEN

Zu verdanken ist der leichte Anstieg im Schlussquartal 2016 dem Dienstleistungssektor, der im Vergleich zum Vorjahr 29'000 Stellen geschaffen hat. Das ist eine Zunahme um 0,8%. Demgegenüber sind in der Industrie 14'000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Die Zahl der Stellen sank dort um 1,3%.

Im langfristigen Vergleich zeigt sich indes, dass die Zahl der Industriearbeiter in den letzten zwanzig Jahren praktisch stabil geblieben ist. Ende 1996 gab es 13'000 Stellen weniger im zweiten Sektor.

Dagegen ging es in den Dienstleistungsbranchen nur bergauf: In den vergangenen zwanzig Jahren sind dort 1,041 Millionen Jobs entstanden. Massiv zugelegt hat das Gesundheits- und Sozialwesen (+292'000) und der Erziehungs- und Unterrichtsektor (+113'000).

Noch nie haben so viele Menschen im Gesundheits- und Sozialwesen gearbeitet (698'000) wie Ende letzten Jahres. Das gleiche gilt für das Erziehungs- und Unterrichtswesen (348'000). Die öffentliche Verwaltung zeigt indes seit drei Jahren einen Stellenbestand, der um die Marke von 200'000 schwankt. Dies ist allerdings immer noch ein kräftiges Wachstum von 63'000 Jobs im Vergleich zu Ende 1996.

MEHR OFFENE STELLEN

Auch bei den offenen Stellen ging es zum Jahresende 2016 aufwärts. In der gesamten Wirtschaft sind 3'800 Arbeitsplätze offen gewesen. Das sind 7,8% mehr als vor einem Jahr. Dabei wurden deutlich mehr Industriearbeiter gesucht (+9,8%). Auch im Dienstleistungssektor waren mehr 7,3% mehr Stellen unbesetzt. Insgesamt waren in der Schweiz knapp 52'000 Arbeitsplätze frei.

Dies ist nur etwas tiefer als Ende 2006, als die Wirtschaft noch boomte. Den Höchststand an offenen Stellen hatte es mit knapp 75'000 im Startquartal 2008 gegeben, als die Finanzkrise gerade angefangen hatte.

Im Gastgewerbe gingen dagegen im Schlussquartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr 5'000 Stellen verloren. Die Zahl der Stellen fiel auf 250'000. Allerdings pendelt die Zahl der Stellen in der Branche seit rund fünf Jahren um diese Marke. 1996 waren hatte das Gastgewerbe noch 266'000 Beschäftigte.

(AWP)