Zollstreit - USA wollen raschen Fortschritt bei Handelsgesprächen mit EU

Nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker drängt die Regierung in Washington einer Diplomatin zufolge auf schnellere Fortschritte bei den Handelsgesprächen.
26.08.2018 17:05
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (l.) bei US-Präsident Donald Trump im Oval Office am 25.7.2018.
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (l.) bei US-Präsident Donald Trump im Oval Office am 25.7.2018.
Bild: Bloomberg

Die deutsche Botschafterin in Washington, Emily Haber, sagte am Samstag, dass eine nach der Begegnung von Trump und Juncker gebildete Arbeitsgruppe in dieser Woche das erste Mal zusammengekommen sei. Die US-Vertreter bestünden auf "sehr raschen Ergebnissen". Eine Vereinbarung müsse deutlich vor den Europawahlen im Mai 2019 erzielt werden.

Trump und Juncker hatten sich Ende Juli überraschend darauf geeinigt, konkrete Gespräche über einen Abbau von Handelsbarrieren aufzunehmen. Die Europäer sollen sich ausserdem verpflichten, mehr Soja und Flüssiggas aus den USA zu importieren. Zusätzliche Autozölle sind ausserdem vorerst vom Tisch.

Eine Sprecherin der Europäischen Kommission bestätigte, dass sich die europäisch-amerikanische Arbeitsgruppe in dieser Woche getroffen habe. Sie nannte jedoch keine Einzelheiten. Stefan Mair, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Branchenverbands BDI, sagte, dass man bei dem Treffen auch mit Blick auf den Zeitplan vorangekommen sei. Ein US-Vertreter bestätigte, dass Washington darum gebeten habe, die Verhandlungen deutlich schneller voranzubringen. Er nannte jedoch kein konkretes Datum.

(Reuters)