Zürcher BVK profitiert von US-amerikanischen Aktienmärkten

Die Zürcher Pensionskasse BVK hat 2016 eine Gesamtperformance von 5,7 Prozent erreicht. Die Kosten waren mit 0,18 Prozent so tief wie noch nie. Damit liegt der provisorische Deckungsgrad per Ende 2016 bei 99,4 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen keine Sanierungsbeiträge mehr leisten.
26.01.2017 12:39

Die erzielte Gesamtperformance von 5,7 Prozent sei sehr gut, teilte die BVK am Donnerstag mit. Der Benchmark liegt bei 4,7 Prozent. Zurückzuführen sei das gute Abschneiden vor allem auf die positive Entwicklung der US-amerikanischen Aktienmärkte, der Aktien Ausland, der Obligationen Emerging Markets sowie der Rohstoffe.

Massgebend für die Höhe der Performance ist die Anlagestrategie. Diese ist laut BVK auf langfristige Verpflichtungen und einen stabilen Versichertenbestand ausgerichtet.

TIEFE KOSTEN

Dank einer "äusserst effizienten Bewirtschaftung des Vermögens" weist die BVK sehr tiefe Verwaltungskosten aus. Pro 100 Franken Vorsorgevermögen werden nur 18 Rappen für die Vermögensverwaltung aufgewendet.

Mit diesen Kosten liegt die BVK wesentlich tiefer als der Durchschnitt der Pensionskassen (51 Rappen). Auch bei den Kosten für die Versichertenverwaltung bleibt die BVK mit unter 120 Franken deutlich unter dem Schnitt von 322 Franken.

Mit einem provisorischen Deckungsgrad von 99,4 Prozent verfüge die BVK über gute Voraussetzungen, den vor über eineinhalb Jahren angekündigten technischen Zinssatz nun auf 2 Prozent zu reduzieren, heisst es in der Mitteilung.

Unter Berücksichtigung dieses neuen Werts liegt der Deckungsgrad per 1. Januar 2017 gemäss provisorischer Berechnung bei 92,6 Prozent. Daher müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer - wie vorgesehen - keine Sanierungsbeiträge mehr leisten. Die Verzinsung der Sparguthaben erfolgt ab dem 1. Juli zum BVG-Zins von 1 Prozent. Aktuell beträgt er 0,5 Prozent.

Die Sollrendite sinkt mit den neuen technischen Grundlagen auf 1,5 Prozent. Das ist die Rendite, die notwendig ist, um den Deckungsgrad unverändert zu halten. Jeder Franken, der zusätzlich erwirtschaftet wird, trägt zur Erhöhung des Deckungsbeitrags bei. Damit verfüge die BVK ohne Sanierungsbeiträge über die Voraussetzungen, einen Deckungsgrad von über 100 Prozent zu erreichen, heisst es weiter.

(AWP)