Rieter leidet unter schwacher Nachfrage in Asien

Der Textilmaschinenkonzern Rieter hat im ersten Halbjahr Gegenwind gespürt. Der Umsatz und auch der Bestellungseingang fielen tiefer aus als in der Vorjahresperiode. Grund dafür ist vor allem eine stockende Nachfrage aus asiatischen Ländern.
20.07.2017 11:55

Rieter hat in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 415,2 Millionen Franken erzielt, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Gegenüber der Vorjahresperiode hat sich damit der Umsatz um 5 Prozent reduziert. Mit 495,2 Millionen Franken fiel auch der Bestellungseingang um 3 Prozent tiefer aus. Den Konzerngewinn konnte das Unternehmen dagegen mit 10,9 Millionen Franken fast konstant halten.

Der Rückgang beim Umsatz ist gemäss der Mitteilung eine Folge einer rückläufigen Nachfrage aus asiatischen Ländern. So haben sich die Verkäufe in China um 20 Prozent reduziert. Auch nach Bangladesch und Vietnam wurden weniger Maschinen und Ersatzteile geliefert. Den Umsatz gesteigert hat Rieter jedoch in den zwei grossen Textilländern Indien und Türkei.

Den Konzerngewinn konstant halten konnte Rieter dabei dank einer deutlichen Steigerung im Geschäftsfeld Maschinen und Systeme. Diese Sparte schrieb zwar wie vor einem Jahr einen Betriebsverlust (EBIT). Er reduzierte sich jedoch markant von 12,1 Millionen auf 3,8 Millionen Franken. Die zwei anderen Geschäftsbereiche - Service und Komponenten - dagegen erzielten zwar Gewinne. Doch sie fielen tiefer aus, wobei vor allem die Sparte Komponente einen eigentlichen Gewinneinbruch hinnehmen musste.

Beim Ausblick zeigt sich Rieter verhalten optimistisch. Obwohl die künftige Entwicklung zurzeit schwer absehbar sei, gehe der Konzern davon aus, dass sich die Nachfrage in den nächsten Monaten auf dem höheren Niveau des ersten Halbjahres entwickeln werde, heisst es in der Mitteilung. Beim Umsatz erwartet Rieter eine leichte Steigerung, beim Betriebsgewinn dagegen aufgrund des Produkte- und Ländermixes einen leichten Rückgang. Die vor kurzem bekannt gegeben Akquisition von SSM Textilmaschinen soll im zweiten Halbjahr einen positiven Beitrag zu Umsatz und Betriebsgewinn (EBITDA) leisten.

(SDA)