Das Medikament sei in dieser Form wegen der fehlenden Nachfrage nicht ein einziges Mal nach Russland eingeführt worden, sagte eine Roche-Sprecherin am Montag auf Anfrage zu einem entsprechenden Bericht des russische Fernsehsenders RTVI. Die Entscheidung der russischen Gesundheitsbehörde dürfte keine Auswirkungen auf die Patienten haben, da Roche die Therapie weiterhin in anderen Verabreichungsformen anbiete.
Die fehlende Nachfrage in Russland könnte auf die Konkurrenz durch Generika zurückzuführen sein, berichtete der Fernsehsender RTVI. Laut dem Forschungschef von RNC Pharma, Nikolaj Bespalow, hätten Konkurrenzprodukte aus Russland und Indien Mabthera-Verkäufe in dieser Dosis am russischen Markt verhindert.
"Am Ende des ersten Halbjahres 2023 machte das Medikament nur noch ein halbes Prozent des Gesamtumsatzes von Medikamenten mit dem Wirkstoff Rituximab aus", sagte der Experte gegenüber RTVI. Dies seien nur etwa 800 Packungen, was ein Tropfen auf den heissen Stein sei angesichts der Grösse von Russland. Die russische Zulassung erlaubte auch den Verkauf von Mabthera in Weissrussland, Kasachstan, Kirgisien und Armenien.
Umsatz eingebrochen
Im ersten Halbjahr sank der Umsatz von Roche mit Mabthera um 17 Prozent auf 882 Millionen Franken. Dies sei auf "die Konkurrenz durch Biosimilars in allen Regionen" zurückzuführen, hiess es im Halbjahresbericht. Im mit Abstand grössten Markt USA fielen die Verkäufe gar um ein Fünftel auf 534 Millionen Franken.
Mabthera machte im ersten Halbjahr nur noch 3,9 Prozent des Gesamtumsatzes der Roche-Pharmadivision von 22,7 Milliarden Franken aus. Roche habe von sich aus Mabthera aus keinem einzigen Markt zurückgezogen und plane dies auch nicht, sagte die Sprecherin weiter.
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