Saab nimmt mit Gripen E nicht an Flugtests teil

Der Gripen E des schwedischen Herstellers Saab wird nicht an den Flugtests im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs in der Schweiz teilnehmen. Saab folgt damit laut eigenen Angaben einer Empfehlung des Bundesamtes für Rüstung Armasuisse.
13.06.2019 08:56

Der Grund dafür sei, dass die Tests nur zur Evaluation von 2019 bereits operationell einsatzbereiten Flugzeugen entwickelt worden seien, heisst es in einer Mitteilung von Saab vom Donnerstag. Die Flugtests sind Teil des Evaluationsverfahrens im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs ab 2025 für acht Milliarden Franken.

Der Gripen E werde Jahre vor der geplanten Auslieferung an die Schweiz in Dienst gestellt werden und alle geforderten Vorgaben erfüllen, hält Saab fest. Der Entwicklungsterminplan von Gripen E sei jedoch nicht auf das Schweizer Vorhaben ausgerichtet, bereits 2019 voll einsatzfähige Flugzeuge zu testen. Saab habe daher beschlossen, nicht an den Schweizer Flugtests in Payerne VD vom 24. bis 28. Juni teilzunehmen.

Im Hinblick auf die Beschaffung eines neuen Kampfjets als Ersatz für die F/A-18 werden in der Schweiz das Tarnkappenflugzeug F-35 von Lockheed Martin, die F/A-18 Super Hornet von Boeing, der Rafale des französischen Herstellers Dassault und das Airbus-Flugzeug Eurofighter Flugtests unterzogen.

Angefragt worden für eine Offerte war auch der schwedische Hersteller Saab mit dem Gripen E. Die Beschaffung von 22 Gripen-Kampfjets für 3,1 Milliarden Franken war in einer Volksabstimmung vom 18. Mai 2014 bereits einmal abgelehnt worden.

(SDA)