Schweiz bietet Kuwait Expertise in globaler Entwicklungshilfe an

Die Schweiz und Kuwait haben den 50. Jahrestag ihrer Beziehungen gefeiert. Bundesrat Didier Burkhalter und Aussenminister Sheik Sabah Khaled Al Hamad Al Sabah nutzten die Gelegenheit, sich zu einer verstärkten Zusammenarbeit in der Entwicklungshilfe zu verpflichten.
29.08.2016 16:43

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung sei eine Art Rahmenabkommen für die weitere Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklungshilfe, sagte Thomas Stähli, Regional-Koordinator des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Nachrichtenagentur sda.

Kuwait bietet vor allem finanzielle Unterstützung im Bereich der humanitären Hilfe und gehört in Syrien zu den Hauptgebern. Die Schweiz hingegen verfügt über viel Know-how und Erfahrung darin, die Entwicklungszusammenarbeit wirksam und effizient zu gestalten.

Das Abkommen ermögliche der Schweiz, ihr Wissen weiterzugeben und gemeinsam mit Kuwait eine wirksame Entwicklungshilfe zu planen, sagte Stähli. Burkhalter bezeichnete die Zusammenarbeit an den Feierlichkeiten in Bern als "Win-Win-Situation".

Das Ziel sei nun, möglichst schnell Projekte in Gang zu setzen, sagte Stähli. In Syrien sei eine gemeinsame Zusammenarbeit schon am Laufen, weitere humanitäre Hilfe im Nahen Osten aber auch in Afrika und Osteuropa, wie beispielsweise in Tansania und Bosnien, wolle man nun in Angriff nehmen.

Die Schweiz und Kuwait feiern dieses Jahr den 50. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen. Eigentlich seien es zwei Jubiläen, sagte Burkhalter an den Feierlichkeiten in Bern: 50 Jahre diplomatische Beziehungen und 55 Jahre Anerkennung seit der Unabhängigkeit Kuwaits im Jahr 1961. Neben der Intensivierung der diplomatischen Beziehungen sprachen die beiden Aussenminister beim Treffen über internationale Themen wie Stabilität in der Region, Migration und Menschenrechte.

Bundespräsident Johann-Schneider Amman empfing den Scheich am Morgen zu einem Höflichkeitsbesuch. Er wird im November einen Gegenbesuch in Kuwait machen. Auch Nationalratspräsidentin Christa Markwalder wird im November einer Einladung ihres Amtskollegen aus dem Golfstaat folgen.

Die Schweiz und das Golfemirat verbindet eine Reihe von Abkommen, unter anderem in der Luftfahrt und im Finanzsektor. Kuwait ist zudem ein wichtiger Exportmarkt für Schweizer Güter, darunter vor allem Uhren und Medikamente. Im Jahr 2015 exportierten Schweizer Unternehmen Waren im Wert von rund 450 Millionen Franken nach Kuwait. Die Schweiz wiederum ist für Kuwait eine beliebte Reise- und Studiendestination.

(SDA)