Simbabwes neuer Präsident will Gelder aus dem Ausland zurück

Im Kampf gegen Armut und Korruption hat Simbabwes neuer Präsident Emmerson Mnangagwa Unternehmen und Bürgern eine dreimonatige Frist zur Rückführung illegalen Kapitals aus dem Ausland gesetzt. Nach Ablauf der Frist drohten Festnahme und Gerichtsverfahren.
28.11.2017 20:44

Wer sein Kapital hingegen vor Fristende ins Land zurückbringe, werde nicht juristisch belangt, versprach Mnangagwa am Dienstag. Mnangagwa sprach von einem "ernsten Wirtschaftsverbrechen gegen das Volk von Simbabwe", das die Regierung nicht dulden werde. Die ab Freitag laufende Frist dauert bis Ende Februar.

Im Zuge der Militäraktion sei entdeckt worden, dass "riesige Geldsummen und andere Wirtschaftsgüter illegal" ins Ausland geschafft worden seien, erklärte der neue Staatschef.

Mitte November hatte die Armee den langjährigen Machthaber Robert Mugabe zum Rücktritt gezwungen. Am vergangenen Freitag hatte Mnangagwa in seiner Antrittsrede Armut und Korruption im Land den Kampf angesagt und angekündigt, die Ankurbelung der am Boden liegenden Wirtschaft zur Priorität seines Mandats zu machen. Die Arbeitslosigkeit in Simbabwe liegt bei 90 Prozent.

(SDA)