Sonderkosten belasten Credit Suisse im dritten Quartal

Die Credit Suisse hat im dritten Quartal wegen Rückstellungen, Restrukturierungskosten und höheren Steuern einen markant tieferen Gewinn als im Vorjahres- und im Vorquartal erzielt. Operativ konnte sich die Grossbank jedoch gegenüber dem Vorquartal leicht steigern.
03.11.2016 08:25

Von Anfang Juli bis Ende September hat die CS lediglich einen Reingewinn von 41 Millionen Franken erzielt, wie die Grossbank am Donnerstag meldete. Gegenüber dem Vorjahresquartal und dem Vorquartal ist das ein deutlicher Rückgang. So hatte das Geldhaus vor einem Jahr noch einen Gewinn von 779 Millionen Franken und im zweiten Quartal 2016 einen von 170 Millionen Franken ausgewiesen.

Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal ist jedoch vor allem auf Sonderkosten zurückzuführen. So sind die Restrukturierungskosten mit 145 Millionen Franken höher als im Vorquartal ausgefallen. Für eine wahrscheinlichen Busse im US-Hypothekengeschäft hat die Credit Suisse zudem zusätzlich 357 Millionen Franken zurückgestellt.

Schliesslich sind die Steuerausgaben von 21 auf 185 Millionen Franken angestiegen. Gleichzeitig hat die Bank jedoch auch vom Verkauf von Immobilien profitiert, die der Credit Suisse 346 Millionen Franken in die Kasse spülte.

Operativ hat sich die Grossbank gegenüber dem Vorquartal leicht gesteigert. Der Vorsteuergewinn stieg von 199 Millionen Franken auf 222 Millionen Franken. Verbessern konnte sich jedoch nur die Schweizer Bank, deren Ertrag aber auch nur dank dem Immobilienverkauf gestiegen ist.

Das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft dagegen stagnierte. Die Asien-Bank und die Investmentbank müssen sogar einen Einbruch des Vorsteuergewinns melden, was die Credit Suisse mit dem saisonalen Rückgang der Kundenaktivitäten erklärt.

Beim Ausblick bleibt die Bank vorsichtig. "Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass sich die geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten in den kommenden Quartalen weiterhin auf die Marktaktivitäten auswirken und die Aussichten anspruchsvoll bleiben dürften", lässt sich CS-Chef Tidjane Thiam zitieren.

(SDA)