US-Präsident im InterviewDonald Trump wollte schon 1990 Strafzölle

Strafzölle, Nato-Skepsis, generelles Misstrauen. Viele seiner Ideen äusserte Donald Trump schon vor fast 30 Jahren in einem Interview. Nur bezüglich Russland hat er seine Meinung offenbar geändert.
28.01.2017 16:47
US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump.
Bild: Bloomberg

In den vergangenen Wochen hat Donald Trump Regierungen und Unternehmen mit der Androhung von Strafzöllen aufgeschreckt. Ganz neu sind viele seiner Ideen aber nicht. Es folgen einige Auszüge aus einem Interview, das Trump der US-Zeitschrift "Playboy" 1990 gegeben hatte.

Auf die Frage, was ein US-Präsident Trump als erstes tun würde:

"Viele Dinge. Ich würde Entschlossenheit demonstrieren. Ich würde eine Steuer auf jeden Mercedes-Benz und alle japanischen Produkte erheben, die ins Land kommen - und wir hätten wieder wundervolle Verbündete."

Über Deutschland:

"Ich glaube, dass unser Land mehr 'Ego' braucht, denn es wird sehr stark von unseren sogenannten Alliierten ausgenutzt, etwa von Japan, West-Deutschland, Saudi-Arabien, Süd-Korea usw. ... Ihre Produkte sind besser, weil sie mehr Subventionen zahlen. ... Unsere Alliierten machen Milliarden, indem sie uns ausnutzen."

"Dieses Land wird von allen herumgeschubst."

Über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur:

"Ich möchte kein Präsident sein. Ich bin 100-prozentig sicher. Ich würde meine Meinung nur ändern, wenn ich sehen würde, dass dieses Land weiter den Bach runter geht."

"Falls ich mich je bewerben würde, würde ich es besser machen als ein Demokrat oder ein Republikaner - nicht weil ich liberaler oder konservativer bin. Aber die Arbeiter würden mich wählen. Sie mögen mich."

Wie würde ein US-Präsident Trump das Militär sehen?

"Er würde sehr stark in extreme militärische Macht vertrauen. Er würde niemanden vertrauen. Er würde den Russen nicht vertrauen. Er würden den Alliierten nicht vertrauen. Er würde ein riesiges Militärarsenal haben, es perfektionieren, verstehen. Teil des Problems ist, dass wir einige der wohlhabendsten Länder verteidigen, ohne etwas dafür zu bekommen."

Über Geschäfte und "Deals":

"Ich werde alles verlangen, was ich kriegen kann. Wenn Sie Geschäfte machen, bringen Sie die Leute bis an den Rand des Zusammenbruchs, ohne dass dieser eintritt. .. Das zeichnet einen guten Geschäftsmann aus. Andere würden lange vor dem 'Breaking point' aufhören."

Über Vertrauen:

"Leute haben zuviel Vertrauen. Ich bin ein Typ, der nicht vertraut."

"Jede erfolgreiche Person hat ein sehr großes Ego." 

(Reuters)